Villingen-Schwenningen Heimatmuseum
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Die neue Alamannenabteilung
Im Erdgeschoss des Heimat- und Uhrenmuseums, wo bisher die Glasabteilung untergebracht war, ziehen die Alamannen ein. Seit über hundert Jahren wird das Gräberfeld auf der Lehr in Schwenningen wissenschaftlich erforscht. Die letzte Grabung brachte wieder einen bedeutenden Fund: ein Bruchband. Die Ausstellung führt den Besucher in die Lebenswelt der Alamannen ein. Der Besucher kann hier erstmals einer 1300 Jahre alten Schwenningerin ins Gesicht blicken, denn der Kopf der Frau wurde nach wissenschaftlichen Methoden rekonstruiert. Diese Methode wird von der Polizei schon länger angewandt, um Tote zu identifizieren. In der Museumslandschaft von Baden-Württemberg ist dies erstmalig geschehen.
In den letzten Mnaten wurde Ausstellungsraum renoviert, die Glassammlung ausgelagert. Um den Ausstellungs-Mittelpunkt „Gesicht einer Schwenninger Alamannin“ sollen die Funde vom Gräberfeld „Auf der Lehr“ ausgestellt werden.:
Dr. Wahl von der Archäologischen Denkmalspflege, Leiter der Abteilung Osteologie und einer der besten Fachleute auf diesem Gebiet, analysiert sämtliche Tier- und Menschenskelette von Ausgrabungsfunden, stellt Alter, Geschlecht, Größe, Ernährung und Krankheiten fest, so auch an dem beim Spittelstraßen-Durchbruch gefundenen Skelett einer Alamannin. Die Kriminalistik hat als erste diese Methode angewandt, um unbekannte Leichen zu identifizieren. Weithin bekannt wurde diese Methode, als Anfang der 90-er Jahre in Russland die Skelette der 1918 ermordeten, russischen Zarenfamilie entdeckt wurden. Dr. Wahls Vorarbeit für die Rekonstruktion geben einer Schwenninger Alamannin ihre Identität zurück.
Da die öffentlichen Kassen leer sind, halfen Sponsoren dies Vorhaben umzusetzen. Die Fachhochschule Aalen hat die Schädelmaße der Alamannin elektronisch aufgenommen. Auf der errechneten Basis erfolgt die Modellierung durch Frau Preuschofft-Güttler. Die Rekonstruktion des Gesichtes einer Schwenninger Alamannin wurde ausschließlich durch Spenden städtischer Sparkassen und Banken sowie durch Spenden der Bürger finanziert. Der Stadtbezirk Schwenningen bekommt damit eine Attraktion, die der Gesamtstadt keinen Cent kostet. Natürlich wird dies Objekt nicht allein ausgestellt, sondern es wird durch wertvolle Funde aus den verschiedenen Grabungen ergänzt wie beispielsweise durch den Fund eines Bruchbandes und den Schmuck einer adeligen Dame.
Heimatmuseum
Die Stadt Villingen-Schwenningen besitzt - nimmt man die Glassammlung des Villinger Franziskanermuseums hinzu - die wohl größte und bedeutendste Sammlung von Schwarzwälder Glaswaren in der Welt. Neben den Möbeln und den Uhren gehört das Glas zu den ehemals "klassischen" Kulturgütern des Schwarzwaldes und der Baar. Die Glassammlung des Museums mit Erzeugnissen Schwarzwälder Glasmacherkunst des 17. bis 19. Jahrhunderts zeigt an Hunderten von Beispielen, welche Vielzahl von zweckmäßigen und zugleich schönen Gebrauchsgegenständen man aus Glas herzustellen verstand. Sie gibt uns einen Eindruck von der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung, die dieser Wirtschaftszweig einst im Gebiet des heutigen Schwarzwald-Baar-Kreises hatte. Systematisch nach Typenzugehörigkeit geordnet, bietet sich die Sammlung in gefälliger Form dem Auge des Betrachters dar. Kataloge liegen zur kostenlosen Benutzung bereit.
| Lage |
| Das Museum liegt am Schwenninger Muslenplatz in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofes. Genügend Parkmöglichkeiten bieten das Parkhaus Muslen an der Alten Herdstraße sowie die Parkdecks im City-Rondell an der Kronenstraße (je 100 m vom Museum entfernt). |
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